Bildfindung

Wenn ich ein Bild male, dann beginne ich zumeist damit durch meinen oder auch durch den Garten meiner netten Nachbarn zu streifen und mir ein paar Blumen zu wählen.

Von Fotos zu malen funktioniert für mich nicht. Ich brauche bei Blumen wie auch bei Stadtlandschaften oder bei der Aktmalerei die Realität vor mir.

Meist reichen 3-4 kleine unterschiedliche Blüten. In einer kleinen Vase, einem Wasserglas oder in einem Topf begleiten mich diese dann in meinem Atelier bis zu deren Verblühen. Das gemalte Bild entwickle ich dann imaginär in meinem Kopf. Beim Betrachten der Blumen kreiere ich dann in Gedanken Hell/Dunkel-Kontraste, Farbkonzepte, Lichtgestaltung, Komposition und lege dann ohne Vorzeichnung direkt auf dem Papier los.

Manchmal schaffe ich es dann sogar noch zu Beginn ein Foto zu machen, doch wenn ich dann im Rausch des Malens bin, vergesse ich Raum und Zeit. Somit habe ich auch eigentlich nur sehr selten Fotos von den unterschiedlichen Stadien eines Bildes.

Während des Malens denke ich nicht an Dinge die man im Aquarell tut oder besser lässt, nicht daran welche Farbe ich jetzt nehmen soll, denn das Bild ist bereits in meinem Kopf und muss nur noch aufs Papier.

Zu meiner Art und Weise die Farbe aufs Papier zu setzen muss ich sagen, dass ich die Farbe (Tubenfarbe) nicht auf der Palette anmische, ich mische die Farbe direkt auf dem Papier, auf der zu malenden Fläche.

Meine Technik ist in der einzelnen Fläche sehr wohl nass in nass, wobei die nasse Fläche dann wieder trocknen muss um danach in weiteren Lagen bemalt zu werden.

Schicht um Schicht.

Durch diese sehr nasse und trocknungsintensive Malweise dauert es manchmal Tage bis ein Bild vollendet ist.

Dank der Geduld Farbe in Ruhe trocknen zu lassen und erst danach eine weiter Schicht zu setzen schaffe ich es dass die Farbe ihre Frische bewahren kann.